Wenn es eine Sache gibt, die Sie über das Lernen wissen sollten, ist es diese: Lernen ist ein Wert für sich.

Die meisten Führungskräfte und Manager handeln dabei ganz intuitiv, denn Sie wissen, dass positive Erfahrungen beim Lernen auch für mehr Engagement sorgen. Neue Daten von Glint zeigen, dass sie mit ihrer Intuition richtig lagen: Bei Mitarbeitern, die eine Chance sehen, zu lernen und sich weiterzuentwickeln, ist die Wahrscheinlichkeit, zufrieden zu sein, um den Faktor 3,6 höher. 

Zufriedenheit ist ein wichtiger Faktor für Engagement und das wiederum hat positiven Einfluss auf die Leistung. Kurz gesagt: Kontinuierliches Lernen führt zu mehr Zufriedenheit und damit zu mehr Erfolg im Unternehmen.

Manager als Weiterbildungsbotschafter

Die Ergebnisse von Glint decken sich mit denen aus dem Workplace Learning Report 2020 von LinkedIn. Hier wird vor allem deutlich, welche Bedeutung Manager haben, wenn sie in ihren Unternehmen zu Weiterbildungsbotschaftern werden. Auch andere Untersuchungen zeigen, dass die Beziehung zwischen Mitarbeitern und Managern für das Mitarbeiterengagement essenziell ist.

Wenn die Weiterbildung bereits in den Abläufen eines Unternehmens verankert ist, können Manager stärker eingebunden und unterstützt werden. Beispielsweise können Mitarbeiter bereits in Onboarding-Programmen, bei Mitarbeitergesprächen oder anderen regelmäßig stattfindenden Anlässen über Weiterbildungsmöglichkeiten informiert werden. Der Zeitaufwand wurde im Bericht als eines der größten Hindernisse für die Weiterbildung identifiziert. Wenn Lernen ein fester Bestandteil des Alltags wird, lässt sich auch dieser reduzieren. Von 2.000 Lernenden aus 18 Ländern waren 94 % der Meinung, dass Weiterbildung ihnen berufliche Vorteile bringt. 49 % der Befragten sagten allerdings, dass ihnen die Zeit fehle.

Relevante Lerninhalte zur richtigen Zeit

Wenn die Zeit knapp ist, können personalisierte Lernangebote eine praktikable Lösung sein. Viele der Befragten wünschten sich ein Angebot, bei dem sie zur passenden Zeit auf relevante Inhalte zugreifen können. Das können beispielsweise Kursempfehlungen sein, die auf individuellen Karrierezielen oder vorhandenen Kompetenzlücken basieren.

Je gezielter und personalisierter Weiterbildungsprogramme sind, desto eher muss eine Investition getätigt werden. Daher sollten sich die Ergebnisse hinterher messen lassen. Laut dem Bericht ist das Messen des wirtschaftlichen Erfolgs von Lernangeboten einer der wichtigsten strategischen Schwerpunkte für Personalentwickler.

Kennzahlen, Mitarbeiterbindung und Aufstiegschancen

Welche Kennzahlen sollten Personalverantwortliche auswerten? Zum einen gibt es natürlich direkte Kennzahlen, wie das Abschließen von Online-Kursen, Aufrufe einer Lernplattform und die Zeit, die mit dem Lernen verbracht wird. In dem Bericht wird aber auch deutlich, dass es bisher keine etablierten Standards bei der Messung gibt.

Es kann sich lohnen, sich auf eher übergeordnete Faktoren wie den Zusammenhang zwischen Weiterbildung und betrieblicher Gesundheit zu konzentrieren. Glint konnte beobachten, dass Lernangebote nicht nur zu mehr Zufriedenheit führen, sondern auch positive Auswirkungen auf die Mitarbeiterbindung und berufliche Perspektiven haben. Mitarbeiter, die Weiterbildungsmöglichkeiten sehen, geben mit

  • 2,9-mal  höherer Wahrscheinlichkeit an, dass sie sich auch in zwei Jahren noch im Unternehmen sehen.
  • 3,5-mal höherer Wahrscheinlichkeit an, dass sie ihre Karriereziele in ihrem Unternehmen erreichen können.

Mitarbeitererfolg für mehr Engagement, Leistung und Weiterbildung

In unserem neuen E-Book Mitarbeitererfolg: Engagiertere Mitarbeiter und mehr Erfolg im Unternehmen mit einem personenzentrierten Ansatz beschreibt Glint den Zusammenhang von Mitarbeiterzufriedenheit und Leistung.

Unternehmensstrategien können nur dann erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter aktiv mitwirken. Menschen „planen, führen aus, kommunizieren und sorgen für Innovationen“, so der Tenor. „Ein Unternehmen ist immer nur so stark wie seine Belegschaft.“

Mitarbeitererfolg lässt sich daher nur aus der Sicht der Mitarbeiter definieren: Mitarbeitererfolg bedeutet, „dass sich jeder seiner Stärken bewusst ist und diese gewinnbringend einsetzen kann.“ Dieser Ansatz vereint Bereiche, die leider häufig getrennt betrachtet werden: Mitarbeiterengagement, Leistungsmanagement und Weiterentwicklung. Ein wichtiger Faktor dabei sind die fünf Säulen des Mitarbeitererfolgs:

Passform: Ihre Funktion entspricht Ihren Stärken und Interessen. Sie fühlen sich bei der Arbeit zugehörig.

Abstimmung: Sie wissen, wie Sie Prioritäten setzen, um erfolgreich zu sein, und erhalten Feedback, sodass Sie den Kurs gegebenenfalls anpassen können.

Bereitstellung: Sie erhalten Unterstützung, Tools und Ressourcen, die Sie brauchen, um effizient arbeiten zu können.

Motivation: Sie können Ihre Arbeit frei gestalten und haben das Gefühl, einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Wachstum: Sie können sich weiterbilden, neue Erfahrungen sammeln und sich professionell weiterentwickeln.

Mitarbeitererfolg für internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die letzte Säule – Wachstum – ist für die meisten Unternehmen zugleich eine große Herausforderung, aber auch eine enorme Chance. Im Workplace Learning Report wird deutlich, dass der Bedarf an Umschulungen und Weiterbildungen steigt. 51 % der befragten Personalentwickler planen dieses Jahr Maßnahmen zur Weiterbildung, also zur Verbesserung der Kompetenzen in der aktuellen Tätigkeit. 43 % wollen Umschulungsmaßnahmen umsetzen, also Lerninhalte, mit denen Mitarbeiter in einem neuen Tätigkeitsbereich arbeiten können.

Unternehmen, die in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter investieren, haben zwei entscheidende Vorteile: Sie stärken Ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Förderung unternehmensinterner Qualifikationen und profitieren von den wirtschaftlichen Vorteilen engagierter Mitarbeiter.

Schon kleine Schritte können dazu beitragen, Weiterbildung und Wachstum zu fördern und damit das Mitarbeiterengagement zu stärken. Oft sind es gerade die einfachen, leicht umsetzbaren Maßnahmen, die für mehr Engagement innerhalb eines Teams sorgen.

Kevin Delaney (Vice President, Learning & Development bei LinkedIn) weiß, wie man die Freude am Lernen einfach fördern kann: Er fragt seine Kollegen, worin sie sich gerade weiterbilden, und teilt auch seine eigenen Erfahrungen.

Hari Srinivasan, Vice President of Product bei LinkedIn Learning, nimmt sich am Ende des Tages etwas Zeit und reflektiert, was er heute gelernt hat.

Und Sie? Wenn Sie aus diesem Beitrag neue Erkenntnisse gewinnen konnten, teilen Sie ihn gerne mit Ihren Kollegen und Ihrem Netzwerk. Wenn Sie mehr über die Erfolgsplattform von Glint erfahren möchten, wenden Sie sich einfach direkt an das Glint Team.