Vor Kurzem haben wir für Glint Kunden das Webinar „So unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter in Schwierigen Zeiten“ durchgeführt. Dabei wurde uns klar, welche beiden Faktoren aktuell besonders wichtig sind: Zusammenhalt und Unterstützung. Wir alle stellen uns gerade nie dagewesenen Herausforderungen. Die Innovationsfähigkeit unserer Kunden hat mich nachhaltig beeindruckt. Alle tun viel Gutes und treffen menschliche und umsichtige Entscheidungen, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen und ihr Geschäft aufrechtzuerhalten.

Hier sind einige Fragen, die unsere Kunden gestellt haben, und die Antworten, die wir gemeinsam besprochen haben:

Frage: Sollte ich aktuell eine Pulsbefragung durchführen?

Antwort: Noch nie war es so wichtig, die Stimmung im Unternehmen zu erfassen. 

Nach dem Ausbruch der Pandemie überstürzten sich die Ereignisse. Wenn Sie bereits vor ein paar Wochen eine Befragung zu COVID-19 durchgeführt haben, ging es vielleicht noch um Sicherheit und Sauberkeit am Arbeitsplatz. Heute sind bereits viele Mitarbeiter im Homeoffice. Diese Frage würde also nicht mehr viel Sinn ergeben.

Wenn Sie Ihre Belegschaft und Ihr Unternehmen unterstützen möchten, sollten Sie gerade jetzt Feedback einholen und dann danach handeln. Dabei haben Sie verschiedene Optionen. Falls Sie schon eine Befragung geplant haben, können Sie ein paar Fragen zum Thema COVID-19 hinzufügen. Oder Sie führen eine Ad-hoc-Umfrage durch. Wenn Ihre Software zum Mitarbeiterengagement eine „Always-on“-Funktion hat, können Sie eine virtuelle Sammelstelle für Vorschläge einrichten. Den Link posten Sie dann einfach in den bereits vorhandenen Kommunikationskanälen, zum Beispiel im Mitarbeiterinformationssystem.

Viele Kunden hören von ihren Stakeholdern, dass sie Mitarbeitern in der aktuellen Situation keine Befragung zumuten sollten. Eine Pulsbefragung sollte aber nicht nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste sein. Wir glauben, Unternehmen können damit ein Zeichen setzen, dass sie sich um ihre Mitarbeiter sorgen und ihr Feedback schätzen. Ein Kunde führte beispielsweise eine Ad-hoc-Befragung durch. Die Antwortquote am ersten Tag der Befragung war so hoch wie nie zuvor. Die Mitarbeiter waren offensichtlich gerne dazu bereit, ihre Meinung zu teilen.

Frage: Wie sollten wir auf Ergebnisse reagieren?

Antwort: Teilen Sie das Feedback schnell und führen Sie bald erneut eine Befragung durch.

Eine weitere Sorge von Stakeholdern ist, dass sie unter Umständen nicht in der Lage sein werden, auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu reagieren. Wenn Sie gerade nicht alle Fragen beantworten können und nicht für jedes Problem eine Lösung haben, ist das in Ordnung. Das Wichtigste ist, dass Ihre Mitarbeiter in diesen schwierigen Zeiten eine Möglichkeit haben, sich auszudrücken. Sie wissen, dass Sie nicht alle Probleme sofort angehen können. Die gewonnen Erkenntnisse können Sie aber dennoch nutzen, um Mitarbeiterbedürfnisse einzuschätzen und zu priorisieren, um Stärken oder Schwächen Ihrer Kommunikationsstrategie aufzudecken oder herauszufinden, wer gerade vielleicht etwas mehr Unterstützung benötigt. In jedem Fall wird das Feedback sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht einen positiven Einfluss haben.

Wir empfehlen, die Ergebnisse auch mit Managern zu teilen, damit sie mit ihren Teams über das Feedback sprechen können. Dadurch erhöht sich die Zahl der Personen außerhalb der Personalabteilung und des Notfallteams, die Maßnahmen ergreifen und helfen können.

Da die Lage sich aktuell so schnell ändert, empfehlen wir außerdem regelmäßige Follow-ups. Bedenken Sie das bereits, wenn Sie Ihre nächste Pulsbefragung planen. Dabei können Sie aber durchaus etwas flexibel sein. Halten Sie sich an wichtige Grundprinzipien, durch die sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt und unterstützt fühlen: Sorgen Sie dafür, dass sie regelmäßig Feedback geben können. Fördern Sie Gespräche über ihre Bedürfnisse und beziehen Sie sie mit ein, wenn es um die Bewältigung dieser herausfordernden Zeiten geht.

Frage: Was ist, wenn es erst kürzlich eine Befragung zum Engagement gab?

Antwort: Nutzen Sie aktuelle Daten zum Mitarbeiterengagement für die heutige Situation. 

Viele Kunden haben bereits Befragungsergebnisse aus den letzten Wochen oder Monaten, haben aber das Gefühl, dass diese nicht auf unsere heutige Lage übertragbar sind.

Falls Sie das betrifft, können Sie dennoch die letzten Ergebnisse prüfen und sich dann überlegen, welche Aspekte auch inmitten einer Pandemie noch aufgegriffen werden sollten. Wenn sie beispielsweise Transparenz als Chance identifiziert haben, überlegen Sie sich, ob Ihre Pläne und Ihre Kommunikation hinsichtlich der Krise so offen und direkt wie möglich sind.

Themen, die zwar wichtig, aber nicht zeitkritisch sind (z. B. mögliche Karrierechancen), können Sie für einen späteren Zeitpunkt auf Wiedervorlage legen. Wenn Sie die Ergebnisse Ihrer Befragungen veröffentlichen, teilen Sie Ihren Mitarbeitern mit, auf welche Bereiche Sie sich jetzt vorrangig konzentrieren. Sie werden Ihre Offenheit und Ehrlichkeit zu schätzen wissen.

Ein Kunde hatte seine Befragung zum allgemeinen Engagement kurz vor dem Ausbruch der Pandemie beendet und war der Meinung, dass er nicht genug eindeutiges Feedback zu COVID-19 hätte. Er nutzte daher die „Always-on“-Funktion und richtete eine Sammelstelle für COVID-19-spezifische Themen ein. Das erforderte weder einen großen Kommunikationsaufwand noch wurden die Manager, die gerade die Ergebnisse der Befragung auswerteten, überlastet. Die Mitarbeiter erhielten dafür eine Möglichkeit, Feedback und Ideen zu teilen oder zu bearbeiten, wenn sich die Gegebenheiten ändern.

Wir erleben gerade noch nie dagewesene Entwicklungen – und zwar gemeinsam. Die Rolle der Führungskräfte war dabei noch nie so wichtig wie heute. Angesichts dieser herausfordernden Zeiten müssen wir uns aufeinander verlassen und voneinander lernen und sollten uns selbst nicht zu sehr unter Druck setzen.

Hier finden Sie weitere Ressourcen, mit denen Sie mit Ihren Mitarbeitern in Kontakt bleiben und sie in diesen unsicheren Zeiten unterstützen können.