Begriffe wie „Mitarbeiterzufriedenheit“ und „Mitarbeiterengagement“ sind in aller Munde. Aber was ist eigentlich der Unterschied? Ganz einfach: Zufriedene Mitarbeiter machen ihre Arbeit gern. Währenddessen engagierte Mitarbeiter ihr Bestes geben und sich mit aller Kraft für die Ziele des Unternehmens einsetzen, und sich als Teil des Unternehmens fühlen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, wie Mitarbeiterengagement konkret zum Unternehmenserfolg beiträgt:

Mitarbeiterengagement als Erfolgsfaktor – vier Erkenntnisse

Bevor wir uns genauer ansehen, warum engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so wichtig für den Erfolg eines Unternehmens sind, eine Sache vorweg: Eine Umgebung zu schaffen, in der sich die Beschäftigten eingebunden fühlen, bedeutet in jedem Unternehmen etwas anderes. Selbst innerhalb einer Branche unterscheiden sich Unternehmen mitunter stark in ihren Werten, ihrer Führungspraxis und ihren Zielen.

Eine flexible Strategie zur Mitarbeitereinbindung ist für den unternehmerischen Erfolg also ganz entscheidend. Gleichzeitig ist es interessant zu sehen, dass hochmotivierte Mitarbeiter Unternehmen unabhängig von ihrer Branche und Kultur bestimmte Vorteile bringen.

  1. Unternehmen mit engagierten Mitarbeitern geht es finanziell besser

Wir wissen, dass ein hohes Mitarbeiterengagement mit einem höheren durchschnittlichen Umsatzwachstum, einer höheren Nettogewinnspanne, einer höheren Kundenzufriedenheit und einer besseren Aktienrendite einhergeht.

Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Gefühl, dass ihre Arbeit sinnvoll ist und sie etwas bewegen können. Das macht sie effektiver und kreativer. Oder anders ausgedrückt: Mitarbeiter, die sich als Teil des Ganzen fühlen, verhalten sich wie Unternehmenseigner. Sie sprechen Probleme offen an und wollen aktiv daran mitarbeiten, eine bessere Arbeitsumgebung zu schaffen. Dabei haben sie stets das Wohl des Unternehmens im Sinn. Und: Sie fühlen sich auch emotional mit ihrer Arbeit verbunden. Für sie zählt nicht allein der Gehaltsscheck am Monatsende. Kurzum: Motivierte Mitarbeiter machen die Ziele und Prioritäten des Unternehmens zu ihren eigenen.

  1. Engagierte Mitarbeiter sind produktiver

Das Unternehmen Spectrum Health mit Sitz im Westen des US-Bundesstaates Michigan hat es sich zum Ziel gesetzt, Patienten eine erstklassige Gesundheitsversorgung zu bieten. Das beginnt mit engagierten Gesundheitsdienstleistern. Spectrum nutzt eine Mitarbeiterengagement-Plattform, auf der die Beschäftigten regelmäßig Input geben können und so an der Entscheidungsfindung mitwirken. Sie sind aufgefordert, neue Ideen zu entwickeln und Änderungsvorschläge zu machen – immer mit dem Ziel, das Wohl der Patienten weiter zu verbessern. Insofern überrascht es nicht, dass Spectrum bereits Hunderte von Preisen gewonnen hat und zu einem der besten Gesundheitsdienstleister in den USA zählt.

Erfolgreiche Unternehmen haben erkannt, dass engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die besseren Lösungen für anhaltende Geschäftsherausforderungen und anspruchsvolle Kundenbedürfnisse finden und dadurch wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Viele Mitarbeiter haben zum Beispiel regelmäßig Kontakt zu Kunden und sind dadurch in der Lage, neue Bedürfnisse zu erkennen, Kaufentscheidungen zu beeinflussen und einen exzellenten Kundenservice zu bieten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Position sie innehaben. Engagierte Mitarbeiter sind viel eher bereit, sich für ihre Kunden und ihr Unternehmen ins Zeug zu legen.

  1. Engagierte Mitarbeiter bleiben länger

Unternehmen, die ihre Mitarbeiterfluktuation reduzieren möchten, müssen ihre Beschäftigten stärker einbinden. Denn unmotivierte Mitarbeiter kündigen ihren Job innerhalb eines Jahres mit 12-mal höherer Wahrscheinlichkeit als ihre motivierten Kollegen in anderen Unternehmen. Sie fühlen sich dem Unternehmen häufig nicht verbunden, leisten weniger gute Arbeit und sind schnell weg, wenn ein besseres Angebot winkt.

Aber auch Ihre Top-Talente sind vielleicht zu wenig „committed“. Sie mögen zwar hervorragende Arbeit leisten, fühlen sich aber nicht stark genug mit ihrer Aufgabe und dem Unternehmen verbunden. Die Gefahr, dass sie gehen, ist groß. Fluktuation ist nicht nur teuer, sie kann auch einen Dominoeffekt auslösen. Unternehmen mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geben ihren Beschäftigten deshalb viel Freiraum bei dem, was sie tun. Denn Top-Talente, die sich nicht ausreichend gefordert fühlen oder keine Entwicklungsmöglichkeiten erkennen, sehen sich eventuell nach Alternativen um.

So erging es Mimecast, das in der hart umkämpften Cybersicherheitsbranche tätig ist. Das Unternehmen stellte fest, dass seine Führungskräfte nicht über die richtigen Werkzeuge verfügten, um das Engagement der Beschäftigten zu steigern. Also führte Mimecast eine Mitarbeiterengagement-Plattform ein. Dadurch waren die Personalabteilung und die Manager in der Lage, die Ergebnisse von Mitarbeiterbefragungen schnell in zielgerichtete Maßnahmen umzusetzen. Die Umfrage ergab zum Beispiel, dass sich die Beschäftigten mehr Transparenz hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten wünschten. Also implementierten die Verantwortlichen neue Kompetenzmodelle und Aufstiegsmöglichkeiten. Mit einer klaren Karriereplanung vor Augen arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun motivierter – eine wesentliche Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg.

Mitarbeiterengagement kann gar nicht früh genug beginnen. Bereits das Onboarding entscheidet darüber, wie motiviert neue Mitarbeiter in ihren Job starten. Das zeigen auch die Zahlen: Mitarbeiter, die ein schlechtes Onboarding durchlaufen haben, leisten 8-mal so häufig nur Dienst nach Vorschrift. Neue Mitarbeiter sind in der Regel wesentlich motivierter als ihre dienstälteren Kollegen. Dennoch gaben 40 % der Beschäftigten, die ein schlechtes Onboarding durchlaufen haben, an, dass sie bereits nach drei Monaten weniger Freude an der Arbeit hatten und ihren Arbeitgeber nicht weiterempfehlen würden. Das ist das Ergebnis einer Glint-Studie.

Und es zeigt, wie wichtig es ist, bei der Mitarbeitererfahrung einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen – von der Einarbeitung bis zum Austritt und an vielen Stationen zwischendrin. Dabei sollten Unternehmen berücksichtigen, dass das Engagement schwanken kann, je nachdem in welcher Phase im Employee Lifecycle sich der Mitarbeiter befindet oder zu welcher Gruppe er gehört. Deshalb ist es wichtig, das Mitarbeiterengagement regelmäßig zu messen und kritische Punkte zu identifizieren, an denen sich die Motivation gezielt steigern und damit die Mitarbeiterbindung erhöhen lässt.

  1. Engagierte Mitarbeiter stellen ein geringeres Sicherheitsrisiko dar

Unmotivierte Mitarbeiter vernachlässigen häufig auch die Sicherheit am Arbeitsplatz. Darunter leidet das Tagesgeschäft. Denn Beschäftigte, die unkonzentriert arbeiten oder sich nicht an die Vorschriften halten, können das Risiko von Arbeitsunfällen und Sicherheitsvorfällen erhöhen. Das bringt nicht nur die Kollegen in Gefahr. Es kostet das Unternehmen auch Zeit und Ressourcen für die Problembehebung und kann den Betrieb verlangsamen, was sich wiederum in einer geringeren Kundenzufriedenheit niederschlägt. Mitarbeiter, die sich dagegen emotional mit dem Unternehmen verbunden fühlen, stellen ein wesentlich geringeres Sicherheitsrisiko dar.

Dies zeigt das Beispiel der Fluggesellschaft United Airlines, der es gelungen ist, durch ein erhöhtes Mitarbeiterengagement für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz zu sorgen. United Airlines arbeitet mit einer umfassenden Mitarbeiterfeedback-Plattform, auf der das Engagement der Mitarbeiter in die fünf wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens einfließt. Eine davon ist die Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Daten zeigen, dass Beschäftigte, die auf zentrale Engagement-Treiber negativ reagieren, mit 50 % höherer Wahrscheinlichkeit einen Arbeitsunfall erleiden als Kollegen, die positiv auf die Treiber ansprechen.

United Airlines konnte seine Fähigkeit, präzise Vorhersagen zu treffen, um ein Vierfaches verbessern. In 33 % der Fälle kann die Airline nun vorhersagen, ob ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich eine Verletzung zuzieht. Dank dieser Prognosefähigkeit kann das Unternehmen vorausschauend agieren und die Sicherheitsvorkehrungen bei Bedarf zielgenau erhöhen. Dies macht United Airlines letztlich zu einem sichereren Arbeitgeber – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einer Branche, die den höchsten Sicherheitsstandards genügen muss.

Ein besseres Arbeitsumfeld durch engagierte Mitarbeiter schaffen

 

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie das Engagement Ihrer Mitarbeiter am besten erhöhen, sollten Sie berücksichtigen, dass jedes Unternehmen anders ist. Sie haben Ihr eigenes Erfolgsrezept und nur Sie wissen, welche organisatorischen Zutaten Ihr Unternehmen braucht, um seine Ziele zu erreichen. Dies gilt es bei der Steigerung des Mitarbeiterengagements zu berücksichtigen.

Nehmen Sie sich also Zeit zu analysieren, was Ihr Unternehmen braucht, und entwickeln Sie auf dieser Grundlage eine individuelle Strategie. Sie werden sehen, es lohnt sich. Eine höhere Produktivität und steigende Gewinne, weniger Fehlzeiten, eine bessere Mitarbeiterbindung und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz machen Ihr Unternehmen nachhaltig und profitabel – und zu einem Ort, an dem sich Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen.

Kontaktieren Sie uns, um herauszufinden wie Glint auch Ihrem Unternehmen helfen kann, Mitarbeiterengagement zu messen und zu steigern.