Sie sind nicht sicher, ob Ihre Maßnahmen für mehr Mitarbeiterengagement wirklich erfolgreich sind? Vielen Unternehmen geht es ähnlich und zwar unabhängig von ihrer Größe oder Branche.

Unvollständig oder unregelmäßig erfasste Daten, unterschiedliche Definitionen von Mitarbeiterengagement innerhalb des Unternehmens oder die Diskrepanz zwischen Daten zum Engagement und tatsächlichen Unternehmensergebnissen gehören zu den häufigsten Herausforderungen.

Daher ist es umso wichtiger, eine Messstrategie und eine Methode für die Datenerfassung festzulegen und Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung auf das Feedback Ihrer Mitarbeiter abzustimmen. Mehr Mitarbeiterengagement führt unter anderem zu:

  • Mehr Produktivität
  • Höherer Bindung/niedrigere Fluktuation
  • Mehr Arbeitszufriedenheit
  • Weniger Fehlzeiten
  • Mehr Rentabilität

Neue Ansätze zum Messen und Verbessern des Mitarbeiterengagements können nicht über Nacht durchgesetzt werden. Nur mit ausreichend Zeit, entsprechenden organisatorischen Maßnahmen und einer Strategie, die Ihren Unternehmenszielen entspricht, lassen sich Veränderungen bewirken. Ein durchdachter Plan für die Messung sollte dabei der erste Schritt sein.

Wie sich Mitarbeiterengagement messen lässt

Wenn Sie Ihr Mitarbeiterengagement effektiv messen möchten, sollten Sie mit diesen fünf Tipps beginnen:

  1. Legen Sie fest, welche Ziele Sie erreichen möchten

Ohne feste Ziele verschwenden Sie unter Umständen wichtige Ressourcen für Ihr Programm zum Mitarbeiterengagement. Im schlimmsten Fall verschlechtert sich das Mitarbeiterengagement sogar, wenn nach dem Feedback keine Reaktionen oder Maßnahmen folgen.

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und überlegen Sie sich, was Sie erreichen möchten. Die wichtigsten Stakeholder, also Führungskräfte aus der Organisation oder HR-Teammitglieder, sollten an der Entwicklung Ihrer Ziele beteiligt sein.

Achten Sie darauf, dass die Ziele auch auf Ihre Unternehmensziele abgestimmt sind. Das betrifft zum Beispiel Produktinnovationen, die Verbesserung der Sicherheit oder Qualität, die Steigerung der Produktivität oder das Gewinnen und Binden der qualifiziertesten Mitarbeiter Ihrer Branche. Wenn Ihre Ziele mit der Beteiligung Ihrer Führungskräfte und unter Berücksichtigung der wichtigsten Kennzahlen (KPIs) zustande gekommen sind, werden die Ergebnisse aus Ihrem Programm besonders wertvoll für Ihr Unternehmen sein.

Beispielziele:

  • Zusammenarbeit zwischen weltweit tätigen Teams verstehen und verbessern
  • Bindung wichtiger Talente, wie etwa Entwicklern und Mitarbeitern mit viel Potenzial, verbessern
  • Produktivität und Entscheidungsgeschwindigkeit beurteilen und erhöhen
  1. Entwickeln Sie eine Strategie

Bei der Entwicklung Ihrer Messstrategie sollten Sie nicht nur an die nächste Befragung denken. Der Employee Lifecycle sollte der Ausgangspunkt sein. Von hier aus können Sie festlegen, was genau Sie messen möchten, warum und wann. Dabei dienen Ihre Unternehmens- und Personalanforderungen als Basis. Bei einer durchdachten Messstrategie kommen unterschiedliche Befragungen zu verschiedenen Themen oder Bereichen des Employee Lifecycle zum Einsatz. Dazu gehören:

  • Onboarding
  • Austritt
  • Manager-Effektivität
  • Teameffektivität
  • Mitarbeiterengagement allgemein

Unternehmen, bei denen bisher keine regelmäßigen Befragungen stattgefunden haben, stoßen unter Umständen zunächst auf Widerstand. Mit der Unterstützung der Führungsetage und einer offenen Kommunikation können Personaler und Vorgesetzte ihre Mitarbeiter aber meist schnell überzeugen. Sie sollten erklären:

  • Warum die vorhandenen Feedbackprogramme für Mitarbeiter nicht ausreichen (z. B. weil Entscheidungen im Personalbereich nicht schnell genug getroffen werden können, weil wichtige Mitarbeiter nicht gehalten werden können oder weil Führungskräfte auf sinnvolle Daten und Erkenntnisse angewiesen sind).
  • Wie ein ganzheitliches, regelmäßig stattfindendes Programm das Erfassen von Daten und Einsichten erleichtert, Vorgesetzten dabei helfen kann, die Ziele ihrer Teams zu erreichen, und Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, regelmäßig Feedback zu geben und Teil der kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen zu sein.

Die Personalabteilung und die Führungskräfte sollten dann einen Plan entwerfen, wie die Häufigkeit der Befragungen Schritt für Schritt gesteigert werden kann. Damit erhalten sie schließlich Erkenntnisse über wichtige Belange der Mitarbeiter, auf die sie zeitnah reagieren können.

Mit einer effektiven Messstrategie wird Ihr Unternehmen immer agiler. Sie erhalten einen genauen Überblick über den Verlauf Ihres Mitarbeiterengagements. Durch den Zugriff auf solche Informationen können Sie zur richtigen Zeit mit den richtigen Personen konstruktive Gespräche über Prioritäten, Leistung und Wachstum führen.

  1. Sammeln Sie Erkenntnisse und nicht nur Daten

Sobald Sie wissen, welche Befragungen in Ihrem Unternehmen sinnvoll sind, sollten Sie festlegen, wann und wie Sie diese durchführen. Wichtig ist vor allem, dass Sie häufig genug Feedback einholen, um potenzielle Probleme schnell zu erkennen und bei Bedarf gegensteuern zu können.

Viele Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass jährliche Befragungen zum Mitarbeiterengagement gewisse Schwächen haben. Bis die Daten erfasst und analysiert sind, ist es oft schon zu spät, praktische Maßnahmen zu ergreifen. Einige Probleme sind vielleicht schon nicht mehr relevant, andere bereits so groß geworden, dass sie nun das gesamte Unternehmen betreffen. Je länger es dauert, bis ein Problem erkannt wird, desto schwieriger lässt es sich lösen.

Viele Unternehmen setzen daher mittlerweile auf Pulsbefragungen, um schneller, häufiger und ohne großen Aufwand aktuelle Daten zu erhalten. Je nach Unternehmen werden Pulsbefragungen in der Regel alle paar Monate oder sogar Wochen durchgeführt. Sie enthalten kleine, überschaubare Bereiche mit Fragen, die Mitarbeiter innerhalb weniger Minuten beantworten können.

Das Modell ermöglicht vor allem beiderseitiges Feedback ohne Unterbrechungen, Verzögerungen oder Frustration. Pulsbefragungen können das Mitarbeiterengagement vielfach positiv beeinflussen:

  • Mehr Mitarbeitervertrauen und Teilnahme an Befragungen
  • Mehr Rückhalt durch Vorgesetzte und schnellere Reaktionen auf Ergebnisse
  • Anhaltende Motivation der Mitarbeiter
  • Weniger bürokratischer Aufwand für Personal- und Verwaltungsmitarbeiter

Mithilfe von Pulsbefragungen können Unternehmen wertvolle Analysen und Einsichten über den gesamtem „Employee Lifecycle“ erfassen. Aktuelle Daten ermöglichen einen dynamischen Blick auf die Stimmungslage und das Engagement in unterschiedlichen Funktionen, Abteilungen und für das gesamte Unternehmen. So können Führungskräfte Probleme schnell erkennen (und verhindern) und Erfolge nahezu in Echtzeit würdigen.  Die Daten und Erkenntnisse, die Sie aus Ihren Analysen erhalten, können Sie für Ihre Projekte, Abläufe, Interaktionen, Profitabilität und für das Mitarbeiterengagement nutzen.

Ein wichtiger Hinweis: Es geht nicht ausschließlich darum, mehr Daten zu erfassen. Viel wichtiger sind die Erkenntnisse, die Sie aus dem Mitarbeiterfeedback ziehen können. Also was genau Sie mit diesen Daten machen. Wenn Sie verstehen, was bestimmte Daten bedeuten, können Sie entsprechende Maßnahmen einleiten, die das Mitarbeiterengagement verbessern. Mit Technologien wie AI-for-HR™ können Unternehmen wichtige Einsichten aus ihren Daten gewinnen und so schneller mit der Maßnahmenplanung beginnen.

  1. Entwerfen Sie einen Aktionsplan und handeln Sie danach

Sobald Sie Feedback von Ihren Mitarbeitern erhalten haben, sollten Sie festlegen, mit welcher Art von Reaktionen Ihr Unternehmen die Mitarbeitererfahrung verbessern kann. Lassen Sie Handlungen folgen. So können Sie Ihren Mitarbeitern zeigen, dass ihr Feedback ankommt und ihre Beiträge wichtig sind.

Wenn es um konkrete Maßnahmen geht, sollten Sie sich erneut Ihre ursprünglichen Ziele und die zugrundeliegenden Unternehmensziele ansehen. Die Befragungsergebnisse sollten Sie als Start, Ihre gewünschten Ergebnisse als Ziel sehen. Mit praktikablen Maßnahmen und Echtzeit-Personendaten können Sie nun überlegen, wie Sie Ihr Ziel erreichen.

Ein Schwerpunkt sollte dabei auf Gesprächen liegen. Dadurch können Ihre Mitarbeiter die aus der Befragung gewonnenen Erkenntnisse besser verstehen, wichtige Anliegen klären und sich beim Festlegen und Durchführen von Verbesserungsmaßnahmen beteiligen. Gemeinsame Gespräche an sich sind ein guter Ansatz zur Selbstkorrektur. Sie steigern das Verantwortungsbewusstsein des Teams. Mit diesem Ablauf können Sie Ihre Gespräche besser strukturieren:

  • Acknowledge: Ermitteln Sie den aktuellen Zustand des Unternehmens. Sprechen Sie über Stärken und Bereiche, die noch verbessert werden können.
  • Collaborate: Legen Sie gemeinsam fest, welche Veränderung in den kommenden Wochen im Fokus liegen soll.
  • Take one step forward: Sprechen Sie Verpflichtungen offen an, um das Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Aufgrund der schnelleren Bearbeitung von Pulsbefragungen hat Ihr Unternehmen mehr Zeit für regelmäßige, sinnvolle Gespräche. Durch die Befragungsergebnisse können Sie zudem schnell Verbesserungen erzielen.

  1. Führen Sie weitere Pulsbefragungen durch

Die erste Pulsbefragung ist erst der Anfang. Sobald Ihr Aktionsplan umgesetzt wurde, sollten Sie bewerten, was an der Befragung gut lief und was unter Umständen noch verbessert werden kann. Führen Sie weiterhin Gespräche. Nach jeder weiteren Pulsbefragung kann Ihr Unternehmen auf das Mitarbeiterfeedback eingehen und kontinuierlich für Verbesserungen sorgen.

Mitarbeiterengagement messen – los geht‘s

Die Entwicklung und Umsetzung einer Methode zum Bewerten des Mitarbeiterengagements mag eine Herausforderung sein, aber es ist in jedem Fall eine lohnende Investition. Wenn Sie Maßnahmen ergreifen, die auf Ihren Ergebnissen basieren, können Sie die Qualität Ihres Unternehmens auf mehreren Ebenen verbessern.

  • Ihre Mitarbeiter merken, dass ihr Feedback zu Stärken und Möglichkeiten ernstgenommen wird. Das kann zu einer besseren Mitarbeiterbindung, mehr Einsatz für das Unternehmen und mehr Vertrauen führen.
  • Vorgesetzte erhalten Einsichten darüber, wie ihre Mitarbeiter die aktuelle Situation bewerten. Sie können reagieren, bevor größere Probleme auftauchen. Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern wird besser. Die Bindungsquote steigt auf beiden Seiten.
  • Führungskräfte können sich mit strukturellen Problemen befassen und mögliche Hindernisse aus dem Weg schaffen. Wenn Sie strategisch vorgehen, können Sie Produktivität, Bindung und Mitarbeiterengagement verbessern.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie uns, wenn Sie wissen möchten, wie die Glint Plattform zum Mitarbeiterengagement Ihre Messstrategie unterstützen und verbessern kann.